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PIMP-CUPS
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Einige Hip-Hop-Stars sind heute
bekannter für ihr Bling-Bling als für ihre Reimkünste.
Etwa Paul Wall aus Houston: «Mein Mund glitzert wie eine
Discokugel», rappt er, der selber ein Geschäft für
exklusive Grills betreibt, die er weltweit per Internet
anbietet. Sie kosten zwischen 50 und 50 000 Dollar. Und
tragen Modell-Bezeichnungen wie «Read My Lips», «Money In
Your Mouth», «King Of The South», «Iceman» oder «Count
Ice-Ula». «Speziell für die Damenwelt» bietet Paul Wall
auch Modelle mit rosafarbenen Steinen an, etwa «Disco Ball»
oder «Sno Cone». Und für einen Preis von 10 000 Dollar
kann man sich gar die Landesflagge aus Edelsteinen auf die Zähne
setzen lassen.
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Auf Grills spezialisierte
Schmuckgeschäfte öffnen inzwischen in den Einkaufszentren
jeder grösseren amerikanischen Stadt. Nur sechs Stunden
dauert es im Idealfall vom medizinischen Zahnabdruck bis zur
goldenen Prothese. Mancherorts sind Grills zum bevorzugten
Teenage- Gesprächsthema geworden. Vier Schuldistrikte in
Nordost-Texas haben deshalb die Notbremse gezogen: Mit
Beginn des neuen Schuljahres ist das Tragen von Mundjuwelen
aller Art im Unterricht und im Pausenhof verboten. Unter den
Schülern sei ein Wettstreit um die grössten Grills
entflammt, so begründeten Schulbehörden das Verbot. Womöglich
stehen Lehrer und Direktoren bald vor neuen Problemen. Wer
in der Hip- Hop-Szene von Houston derzeit etwas auf sich hält,
kombiniert Grills und «Pimp-Cup» - es handelt sich um ein
vergoldetes, mit Diamanten überzogenes Trinkgefäss. Auch
davon gibt es allerdings erschwingliche, mit Zirkonen
besetzte Einsteigermodelle: für die Schulmilch auf dem
Pausenhof. |
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